Schenk Lokal – Best Practice Case

Regionalgelder sind keine Seltenheit: In vielen Städten und Ortsteilen gibt es eine eigene Währung, die wie ein Gutschein käuflich erworben werden kann und die lokale Wirtschaft stärken soll. Dieses System hat Schenk Lokal jetzt neu aufgerollt: Kölsches Geld in Form einer digitalen Gutscheinkarte, die bei über 140 verschiedenen Anbietern in Köln eingelöst werden kann.

Die Idee ist nicht neu, trotzdem unterscheidet sich das Konzept von Schenk Lokal von anderen stadtinternen Gutscheinsystemen…

Schenk Lokal: Zwei wesentliche Punkte machen Schenk Lokal besonders. Erstens sind wir digital und im Scheckkartenformat. Das bedeutet, man kann eine beliebige Summe auf unsere Gutscheinkarten laden und auch in beliebig vielen Stückelungen wieder ausgeben. Beliebt sind Summen wie 11,11€ oder Schnapszahlen wie 66€ als Geburtstagsgeschenk. In vielen anderen Städten bekommt man die Lokalwährung in Form eines Papiergutscheins überreicht, meist in festgesetzter Höhe von 5, 10, 20 oder 50 Euro – das bringt einen enormen administrativen Aufwand für die Händler mit sich und die Kunden müssen die ganze Summe auf einmal einlösen. Bei Schenk Lokal muss lediglich ein QR-Code gescannt werden und fertig. Der im Vorhinein geschlossene Vertrag besagt, dass die Partner von Schenk Lokal erst – und auch wirklich nur dann – eine Provision in Höhe von 5% an Schenk Lokal zahlen müssen, wenn ein Umsatz über Schenk Lokal bei den Partnern stattfindet.

Kleine Geschäfte, Restaurants, Cafés.. man kann das Geld aber auch anders ausgeben.

Schenk Lokal: Eine funktionierende Innenstadt mit vielfältigen Einzelhandelsgeschäften ist wie ein eigenes Ökosystem. Wenn es genügend unterschiedliche und ansprechende Geschäfte gibt, profitieren auch die Gastronomiebetriebe davon.

Wie profitieren teilnehmende Händler von Schenk Lokal?

Schenk Lokal: Der Gutschein ist den allermeisten Fällen ein Geschenk. So lernt der Beschenkte zwangsläufig Läden kennen, die er vorher vielleicht nicht kannte. Der Händler hat so die Möglichkeit, Stammkunden zu gewinnen.

Die Aktion ist im September 2018 gestartet. Wie läuft es bisher?

Schenk Lokal: Sehr gut. Wir bekommen durchweg positives Feedback – gerade auf Kundenseite freut man sich darüber, die eigene Stadt besser kennenzulernen und besondere Läden zu finden. Inzwischen haben wir auch Partner wie RheinEnergie, die ihren Kunden zu bestimmten Anlässen einen Schenk Lokal Gutschein schenken. Dadurch vergrößert sich nicht nur die Bekanntheit, sondern auch das Interesse auf Händlerseite.

“Bessere Umtauschmöglichkeit” ist ein Grund für den lokalen Einzelhandel als bevorzugten Kaufort

Der lokale Einzelhandel punktet nicht nur durch den haptischen Effekt und das Ausprobieren, Anfassen und Anziehen der Kaufgegenstände sowie die persönliche Beratung vor Ort. 39 % der Befragten unserer bei “Mente > Factum” in Auftrag gegebenen Studie gaben an, dass die besseren Umtauschmöglichkeiten ein ausschlaggebender Grund für den Einkauf im lokalen Einzelhandel darstellen. Ein wichtiges Kriterium, nicht nur in der Zeit nach Weihnachten. In der Infografik seht ihr, welche anderen Gründe noch für den lokalen Einzelhandel als bevorzugten Einkaufsort sprechen.

Bloggerin Anke stellt ihren #lieblingsladen vor

“Vor allem in den einzelnen Kölner Veedeln können wir Kölner uns, was die Auswahl an Gastronomie angeht, mehr als glücklich schätzen. Denn egal in welchem Veedel man unterwegs ist: an jeder Ecke findet man ein kleines Café, ein traditionelles Brauhaus oder ein hippes Restaurant, welches z.B. die Nachbarin von nebenan nach ihren Vorstellungen umgebaut hat und sich nun mit der Eröffnung einen großen Traum erfüllt.

So begibt es sich, dass jedes Veedel in Köln seinen ganz eigenstehenden Charakter hat und wie ein eigenstehendes Dorf aufgebaut ist: Hier gibt es Unverpacktläden, Cafés mit Besteck anno 1960 und in der Eckkneipe wird noch dein Name auf den Deckel geschrieben. Ohne danach zu fragen, versteht sich.

Initiative für das Gewerbe nebenan

In einer Kooperation mit „Das Telefonbuch“ und deren Initiative für das Gewerbe nebenan möchte ich euch heute einen #lieblingsladen von nebenan vorstellen. Um ehrlich zu sein, sind es gleich drei Lieblingsläden geworden. Alles Läden, die es noch nicht allzu lange gibt und die sich in kürzester Zeit direkt in mein Herz geschlichen haben. (…)”

Weiterlesen? Hier geht’s zum ganzen Artikel auf schlemmeninkoeln.de

„Ein großer Fehler ist es, allen gefallen zu wollen!“

Marken brauchen eine Haltung. Vielen Geschäftsauftritten fehlt es an individuellem Charakter und Persönlichkeit, sagt Julia Greven. Gerade lokale Einzelhändler könnten dieses Potenzial viel besser nutzen, um erfolgreich im Kampf mit Massenware und Online-Riesen bestehen zu können.

Frau Greven, Sie sind in einer Unternehmerfamilie groß geworden und selbst lange Jahre in der Geschäftsleitung eines Handelsunternehmens tätig gewesen. Somit wissen Sie, wie schwierig es sein kann, als Gewerbetreibender zu bestehen. Ihr Familienunternehmen ist jedoch ein Beispiel dafür, wie man es trotz Online-Riesen und Massen-Billigware schaffen kann…

Julia Greven: Ja, aber nur durch Mut zur Veränderung und hohe Investitionsbereitschaft. Meine Familie führte von 1838 bis Anfang der 1980er Jahre eine Holzhandlung in Köln. Damals kaufte man sein Holz noch im Fachhandel. In den 60er-Jahren kippte das Ganze dann: Nicht nur in der Lebensmittelbranche haben große Supermärkte den Einzelhandel Stück für Stück ersetzt. In unserem Fall waren es die großen Baumärkte, die den Baustoffhandel in großer Manier übernahmen. Mein Vater, damals noch in der urururgroßväterlichen Holzhandlung tätig, realisierte die Chancenlosigkeit und so wurde das Geschäft in der ursprünglichen Form 1980 beendet. Ihm wurde klar, dass es eine Nische brauchte, die der Markt bis dahin noch nicht bediente. Und so gründete er eine neue Firma, welche sich auf die Maßanfertigung von Stauraum spezialisierte.

„Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter nicht überzeugt sind, nicht hinter den Werten und Idealen ihres Unternehmens stehen, werden Sie diese auch Ihren Kunden nicht vermitteln können.“ (Julia Greven, Unternehmerin und Marketing-Expertin)

Die Nische waren also Kleiderschränke?

Julia Greven: Nicht einfach Kleiderschränke, die gab es ja schon, sondern ein Systemmöbel nach Maß. Also weder industriell ‚von der Stange‘ gefertigt noch einzeln vom Schreiner hergestellt: Der Schlüssel zum Erfolg war die Abgrenzung von der Massenware hin zur Spezialisierung und Individualisierung. Dazu kam die individuelle und fachkundige Beratung – meines Erachtens nach immer noch eines der Kernthemen im Handel. Heute hat man als Händler schon verloren, wenn man einfach nur „verkauft“. Wenn Kunden nur etwas kaufen möchten, können sie das online und zwar 24/7.

Stichwort Internet. Ist die Digitalisierung Ihrer Meinung nach der Grund für das Geschäftesterben?

Julia Greven: Nein, das sehe ich nicht so. Zwei wesentliche Punkte sind die zunehmende, vor allem lokale, Marktsättigung und die Unbeweglichkeit vieler Unternehmen. Ende der 60er Jahre veränderten sich Rollenbilder sowie Lebens- und Arbeitsweisen. Schon hierauf haben sich in meinen Augen viele der heute noch bestehenden Unternehmen von damals nicht richtig eingestellt. Die Digitalisierung ist nur ein weiterer, sehr bedeutender Faktor.

Das heißt für heutige Handelsunternehmen?

Julia Greven: Das Kernproblem sehe ich darin, dass Unternehmen nicht genug über den eigenen Tellerrand schauen. Sie verharren in alten Strukturen und Gewohnheiten, altern im Tagesgeschäft vor sich hin und verlieren den Anschluss. In Zeiten des Onlinehandels sind Kunden absolut unabhängig von Zeit, Raum und Ort geworden. So muss man beispielsweise nicht mehr – wie noch in meiner Jugend – in die Videothek fahren, um Filme zu gucken oder in die Stadt, um einkaufen zu können. Wer einer Generation, die mobil, vernetzt und absolut individualistisch ist, in diesen Zeiten dann noch Geschäftsmodelle aus den 50er oder auch 90er Jahren anbietet, wird wenig Chancen haben, zu überleben.

Und die Lösung?

Julia Greven: Händler müssen heute mehr denn je um ihre Kunden werben. Die Digitalisierung bietet jedem rein lokal agierenden Händler aber auch großartige Chancen, neue Zielgruppen zu erreichen und Prozesse effizienter zu gestalten. Eines bleibt jedoch gleich: Digitalisierung hin oder her, es braucht in jedem Falle ein eigenes charakteristisches und für die Zielgruppe attraktives Erscheinungsbild.

Es geht also um den Wiedererkennungswert…

Julia Greven: Ja, klar. Ein großer Fehler ist es, allen gefallen zu wollen! Ob analog oder digital, aus der Masse abheben kann man sich nur durch eine Haltung, durch einen eigenen Charakter. Ich zitiere da gern einen der erfolgreichsten Unternehmer unserer Zeit, Richard Branson: „Persönlichkeit ist entscheidend für den Erfolg – sowohl für Marken als auch für Menschen.“ Es ist wichtig, eine klare Haltung zu zeigen. Polarisieren Sie! Es geht nicht nur um Optik und Design. Ein Logo macht noch keine Marke. Es geht um Persönlichkeit, Individualität und Qualität. Der Kern des Wortes sagt es schon: „Marke“, also auch „merken“, „markieren“, „bemerken“, „bemerkenswert“. Eine Marke muss einzigartig sein und damit ein Original. Sie muss mit Leben erfüllt und dauerhaft gepflegt und entwickelt werden. Kunden sollen an Sie und Ihr Geschäft, Ihr Angebot denken und ein gutes Gefühl damit verbinden. Begeisterung, Zufriedenheit, Inspiration, besonderer Service, gute Leistung – Werte wie diese. Gerade Einzelhändler könnten dieses Potenzial viel besser nutzen, um erfolgreich im Kampf mit Massenware und global agierenden Online-Riesen zu bestehen.

“Das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel die umsatzstärkste Zeit des Jahres.”

Stefan Genth ist Hauptgeschäftsführer beim Handelsverband Deutschland – HDE e.V.. Im Interview erklärt er die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts für den Einzelhandel. Außerdem sieht er in der Kombination aus Online und Geschäft vor Ort die Zukunft des Handels.


Welche besonderen Chancen bieten sich Einzelhändlern im Weihnachtsgeschäft und wie sollten sie diese nutzen?

Stefan Genth: Das Weihnachtsgeschäft ist für den Einzelhandel die umsatzstärkste Zeit des Jahres. Die Umsätze liegen in den letzten beiden Monaten des Jahres um rund 15 Prozent, in einzelnen Branchen um bis zu 100 Prozent über dem Durchschnitt der anderen Monate. Der stationäre Handel erzielt knapp 19 Prozent, der Online-Handel gut ein Viertel seines Jahresumsatzes in November und Dezember. Die Händler nutzen das Jahresende dazu, neue Stammkunden zu gewinnen und mit besonderen Aktionen Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. So gehört stimmungsvolle Weihnachtsdekoration oder ein Besuch des Weihnachtsmannes bei vielen Händlern zum Standardrepertoire. Wie im gesamten Jahresverlauf ist es auch zu Weihnachten wichtig, dass die Händler auf allen Kanälen für ihre Kunden da sind. Online und im Geschäft vor Ort. Immer mehr bisher rein stationäre Händler bauen sich deshalb ein Online-Standbein auf. Gleichzeitig sucht eine zunehmende Zahl von bisher reinen Online-Händlern Standorte in der realen Welt. In der Kombination aus beidem liegt die Zukunft des Handels. Das zeigen auch unsere Umfragen, in denen die Umsatzbilanz dieser sogenannten Multichannel-Händler immer wieder besonders positiv heraussticht.


Welche Rolle spielen dabei die Städte und Gemeinden?

Stefan Genth: Die Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Gestaltung des Handelsstandortes Innenstadt. Für ein gut laufendes Weihnachtsgeschäft ist auch die Atmosphäre in der Innenstadt wichtig. Die Kunden erwarten weihnachtliche Dekoration, einen Weihnachtsmarkt und ein insgesamt gutes Einkaufserlebnis. Die Gemeinden und Städte müssen dafür sorgen, dass eine entsprechend attraktive Baukultur in den Zentren vorherrscht, der öffentliche Raum sauber gehalten wird und die Kunden die Innenstädte leicht und komfortabel erreichen können. Darüber hinaus muss auch die digitale Anbindung stimmen. Die Kunden wollen heute beim Einkaufen und Bummeln Zugang zu öffentlichen WLAN-Angeboten. Das ist eine Chance, auch die jüngere Generation vom Erlebnis Innenstadt zu überzeugen.


Wie bewerten Sie die Wichtigkeit eines gut laufenden Weihnachtsgeschäfts für Händler?

Stefan Genth: Das Weihnachtsgeschäft ist der größte Umsatzimpuls des Jahres für den Einzelhandel. Besonders wichtig sind die Umsätze in den letzten beiden Monaten für die Händler mit Spielwaren, Büchern, Uhren und Schmuck sowie Unterhaltungselektronik. Für viele Handelsunternehmen entscheidet sich mit dem Weihnachtsgeschäft, wie die Bilanz für das gesamte Jahr ausfällt.

 

Fotoquelle: HDE/Die Hoffotografen

 

Für diese Branchen ist das Weihnachtsgeschäft wichtig

Hohoho! Es weihnachtet sehr in Deutschlands Einkaufsstraßen und Ortskernen. Verbraucher kommen gerne in die Stadt zum bummeln und Geschenke kaufen und lassen sich von den weihnachtlich dekorierten Schaufenstern inspirieren. Das ist in einigen Branchen auch absolut notwendig: Spielwarengeschäfte beispielsweise machen in den Monaten November und Dezember knapp 30% ihres Jahresumsatzes. In der Infografik seht ihr, welche Handelsbranchen außerdem dringend auf eine gut laufende Weihnachtszeit angewiesen sind.

 

 

Bloggerin Anne stellt ihren #lieblingsladen vor

“Ich möchte euch heute mitnehmen auf einen Bummel durch den schönen Laden Nordlys in Eppendorf. Es gibt Geschäfte in Hamburg zu denen habe ich eine ganz besondere Beziehung und dazu gehört definitiv Nordlys. Als ich 2009 nach Hamburg zog, erkundete ich die Stadt Stück für Stück ein bisschen mehr. War immer auf der Suche nach neuen Cafés & Shoppingspots. So entstand auch irgendwie mein Blog, der anfangs noch “Mein Sommer mit Freunden” hieß und von schönen Unternehmungen mit meinen Freundinnen in der neuen Heimat handelte. Wir paddelten auf der Alster, gingen frühstücken, tranken Kaffee in diversen Kaffees und probierten uns durch Kuchen- & Waffel-Karten. Natürlich bummelten wir auch durch sämtliche Shops in den verschiedenen Stadtteilen.

Leider ist es so, dass es immer mehr dieser schönen Geschäfte & Cafés gar nicht mehr gibt. Die letzten Jahre hat ein großer Wandel stattgefunden und der Internethandel nimmt einen immer größeren Platz in unserem Leben ein. Ich nehme mich da gewiss nicht aus. Auch für mich ist es einfach, Dinge online zu bestellen und sie direkt nach Hause geliefert zu bekommen. Besonders jetzt wo ich auf dem Land wohne. Denn auch hier ist die Anzahl der Geschäfte merklich reduziert.

#lieblingsladen – Initiative für das Gewerbe nebenan

Besonders toll finde ich, dass es Menschen gibt, die sich diesem Problem annehmen. Das Telefonbuch hat die “Initiative für das Gewerbe nebenan” gegründet. Mit dieser Kampagne #lieblingsladen wird auf die einzigartigen Geschäfte und deren Inhaber aufmerksam gemacht. Ich freue mich sehr dabei zu sein und möchte euch daher einen meiner Lieblingsläden in Hamburg und dessen Inhaberin Ines vorstellen. (…)”

Weiterlesen? Hier geht’s zum ganzen Artikel auf hafenmaedchen.de

Bloggerin Christina Key stellt ihren #lieblingsladen vor

“Seit ich in Berlin wohne, gebe ich ehrlich gesagt ziemlich viel Geld für Essen aus. Hier warten die schönsten, exklusivsten und außergewöhnlichsten Restaurants nur darauf entdeckt zu werden. Gerade am Anfang war ich jedes Mal in einem anderen Café oder Restaurant. Bis ich ab einem gewissen Punkt aus Faulheit nur noch in die gleichen ging. Klar, so ein Stamm Lokal ist an sich keine schlechte Sache, doch dadurch schließt man seine Augen für neue, vielleicht noch schönere Cafés und Restaurants.

Riesen Auswahl – keinen Überblick

Vor allem als Tourist in einer neuen Stadt ist das Entdecken neuer Restaurants jedes Mal eine echte Herausforderung. Ich kenne es nur zu gut, dass man total überfordert in einem neuen, unbekannten Ort ist und getrieben durch einen bärenstarken Hunger und eine gewisse Unsicherheit dann eben doch einfach in die altbekannten Läden geht, die es auch in der eigenen Stadt gibt. Man denkt, dass man diese schon kennt und nichts mehr schief gehen kann und somit lässt man die Chance verstreichen, echte Schätze zu entdecken. (…)”

Weiterlesen? Hier geht’s zum ganzen Artikel auf www.christinakey.com

Trotz Online-Riesen: Einzelhandel profitiert vom Weihnachtsgeschäft

Der Countdown läuft: Nur noch wenige Wochen bis Weihnachten. In vielen Städten starten die Weihnachtsmärkte schon vor dem ersten Advent und locken Verbraucher in die Einkaufsstraßen. Trotz des anhaltenden Online-Booms profitiert der stationäre Handel – zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der Das Telefonbuch-Servicegesellschaft in Zusammenarbeit mit Mente>Factum.

Verbraucher wollen in Ladengeschäften kaufen

Der stationäre Einzelhandel in Deutschlands Einkaufsstraßen und Ortskernen kann sich freuen: Er ist immer noch die erste Wahl beim Kauf von Weihnachtsgeschenken. 30% der Verbraucher kaufen ihre Weihnachtsgeschenke im lokalen Einzelhandel, rund jeder Vierte Befragte bevorzugt große Warenhäuser (24%) und 16% besuchen Einkaufszentren und Outlet Center. Damit liegt der stationäre Handel insgesamt deutlich vor dem Online-Handel: lediglich 27% gaben an, ihre Einkäufe bei großen internationalen Online-Versandhäusern wie Amazon, auf Auktionsanbietern wie eBay oder in Web-Shops kleinerer lokaler Geschäfte zu erledigen.

Bummeln passt besser zu Weihnachten

Die Gründe für die Wahl des stationären Handels sind zumeist die Möglichkeit des Anfassens, Ausprobierens und Anprobierens (82%). Auch die persönliche Beratung ist den Befragten mit 74% wichtig. Überraschend: Rund die Hälfte der Verbraucher geht lieber im stationären Einzelhandel in ihrer Nähe einkaufen, wenn die Ortskerne weihnachtlich geschmückt sind. 56% finden, dass ein Einkauf im Ladengeschäft einfach besser zu Weihnachten passt, als Online-Shopping. Dabei ist der beliebteste Tag für Weihnachts-Shopping der Samstag (60%). Unter der Woche gehen sowohl tagsüber als auch abends nach Feierabend rund 35% in die Stadt. Ein Drittel der Befragten gibt an, zu keiner festen Zeit einzukaufen, sondern spontan zuzuschlagen.

Problem: Parkplätze und Anbindung mit Bus und Bahn

Ein großer Kritikpunkt am Angebot vor Ort ist die schlechte Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, was 40% der Befragten bemängeln. Auch die Parkplatzsituation macht vielen Kunden zu schaffen: Sie wünschen sich mehr Parkplätze (37%) und günstigere oder keine Gebühren (27%). „Mehr als jeder Dritte Verbraucher wünscht sich außerdem eine größere Auswahl an Geschäften mit unterschiedlichem Angebot in Innenstädten und Ortskernen. Um Kleingewerbetreibende und Dienstleister zu unterstützen, haben die Personengesellschaften von Das Telefonbuch bestehend aus Deutsche Tele Medien und 41 Verlagen die Initiative für das Gewerbe nebenan ins Leben gerufen. Die Initiative setzt sich für den Erhalt der Gewerbevielfalt in Deutschlands Einkaufsstraßen und Ortskernen ein. Dazu haben wir auf www.gewerbe-nebenan.de eine Plattform gestartet, auf der Gewerbevereine, Projektgruppen und Experten zusammenfinden und ihre Erfahrungen austauschen“, so Michael Wolf, Geschäftsführer der Das Telefonbuch Servicegesellschaft.

Zur Umfrage

Im Auftrag von der Das Telefonbuch-Servicegesellschaft hat das Meinungsforschungsinstitut Mente>Factum im Rahmen einer repräsentativen Bevölkerungsumfrage mehr als 1.000 Menschen ab 16 Jahren in Deutschland befragt.

Ein Viertel der Deutschen will seine Weihnachtsgeschenke online kaufen

Unsere Weihnachtsstudie auf der BILD-Titelseite. Eine aktuelle Umfrage von Mentefactum im Auftrag unserer “Initiative für das Gewerbe nebenan” in der BILD-Zeitung gibt Aufschluss darüber, dass ein Viertel der Deutschen seine Weihnachtsgeschenke “bei großen internationalen Online-Warenhäusern” (21 Prozent) wie Amazon & Co. oder “bei Online Auktionsanbietern” (4 Prozent) wie eBay einkaufen will. Im Beitrag der BILD-Zeitung wird aber auch deutlich, dass der Rückgang des Shoppings in den Städten ein allgemeiner Trend ist.

Hier geht’s zum Artikel in der BILD.